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FuckUp Night@jobmesse berlin

Aus Fehlern lernt man – eine Binsenweisheit, die wir schon früh mitgegeben bekommen. So richtig will sie in unseren Köpfen – vor allem in der heutigen Zeit – jedoch nicht ankommen. Die Leistungsdruckgesellschaft gibt vor, dass man im Idealfall keinerlei Fehler macht, immer richtig handelt und obendrein noch einen straighten Lebenslauf mit Einhornstaub und goldenen Glitzerpartikeln direkt vom Mond haben. Kann sicherlich funktionieren. Das viel Schönere ist jedoch: Es geht auch anders. Genau das wollen die Moderatoren der FuckUp Night@jobmesse berlin in Kooperation mit Queraufstieg Berlin den Messebesuchern am Wochenende näherbringen. Dabei dreht es sich speziell um das Thema Studienabbruch, warum es nicht so schlimm ist, wenn man scheitert, an seine Grenzen stößt und sich dann nach Alternativen umschaut.
Die FuckUp Night@jobmesse berlin will den Besuchern Mut machen und ein ganz klares Statement setzen: Scheitern ist eine Chance.

Im Vorfeld haben wir mit den Moderatoren und Queraufstieg Berlin über das Format auf der 11. jobmesse berlin gesprochen.

„You never fail until you stop trying“ – ein klassischer Spruch aus jeder dritten Instagram-Bio heutzutage. Hat er dennoch einen wahren Kern?

Queraufstieg Berlin: Wenn der Weg klar ist, kann dieser nach Stillstand im Studium mit Elan und Motivation bestritten werden.

Warum ist Scheitern heutzutage so negativ behaftet?

QAB: Scheitern ist in Deutschland teils noch ein Tabuthema. Andere Länder sind da schon weiter. Aber auch bei uns nehmen viele Unternehmen  diesen Trend auf und beschäftigen sich mit der eigenen Fehlerkultur. Die Zahl der Studienabbrüche hat auch mit der Akademisierung zu tun: Schülerinnen und Schüler, die die Fachhochschulreife anstreben, bekommen meist nicht die Möglichkeit der dualen Ausbildung aufgezeigt.

Wie passen das Format FuckUp Night und das Konzept der jobmesse berlin zusammen?

Warum ist es so wichtig über Scheitern zu sprechen?

QAB: Viele Menschen werden mit ihrem „Scheitern“ allein gelassen. Es wird kaum über das Scheitern gesprochen, Lebensläufe zeigen meist nur Erfolge auf, Fehler werden unter den Teppich gekehrt, obwohl viel daraus gelernt werden kann. Jede Person scheitert irgendwann einmal – nur bleibt das Gefühl die einzige Person zu sein, die es betrifft, weil niemand darüber spricht. Austausch und Vorbilder helfen dieses Thema zu enttabuisieren.

Heutzutage brechen immer mehr Menschen ihr Studium ab – welches sind die häufigsten Gründe, die bei der FUN besprochen werden und was ist das Gute daran?

QAB: Jeder Dritte Studienanfänger verlässt die Hochschule ohne Abschluss. Die Gründe dafür sind vielfältig und individuell. Häufig werden Leistungsprobleme, der Wunsch nach praktischer Tätigkeit und eine mangelnde Studienmotivation genannt. Aber auch indirekte Faktoren wie Finanzierungsschwierigkeiten oder die familiäre Situation können sich nachteilig auf das Studium auswirken.

Mit der FUN soll der Studienabbruch an sich und auch der Umgang damit enttabuisiert werden. Die Veranstaltung gibt Impulse, zeigt mit der Berufsausbildung eine interessante Alternative zum Studium auf und weist auf die Möglichkeiten der Unterstützung durch Beratung hin.

Wie kann man sich auch nach der FUN ein positives Mindset beibehalten?

QAB: Die Veranstaltung soll der Inspiration und der Auseinandersetzung mit der eigenen Situation dienen. Im besten Fall nutzen Teilnehmende die Erkenntnisse aus den Erfahrungen zur eigenen Neuorientierung und kommen ins Tun.

Welche Menschen sollten unbedingt zur „FuckUp Night@jobmesse berlin“ kommen?

QAB: Die Veranstaltung eignet sich besonders für diejenigen, die sich fragen ob ein Studium das Richtige für sie ist oder vielleicht schon die Entscheidung getroffen haben, das Studium abzubrechen. Die Teilnahme lohnt sich vor allem, um von Fehlern, Erfahrungen und Umwegen derer zu lernen, die bereits einen Studienabbruch hinter sich haben. Mit diesem Wissen können Teilnehmende die eigene Situation besser reflektieren und lernen realistische Lösungsansätze kennen. Das offene Format lädt auch zum Austausch ein und Teilnehmende können ihre Fragen einbringen.

 Tickets für die FuckUp Night@jobmesse berlin gibt es hier.

Facebook: Jobmesse Deutschland

Instagram: jobmessen

11. jobmesse berlin

Öffnungszeiten: Samstag, 02.11., 10-16 Uhr und Sonntag, 03.11., 11-17 Uhr

Location: Arena Berlin, Eichenstraße 4, D-12435 Berlin

Eintritt: 3 Euro

Eintritt frei: Schüler, Azubis, Studierende, Rentner, Menschen mit   Behinderung und deren Begleitung (Ausweismerkmal „B“), Erwerbslose, Transferleistungsbezieher, Kinder bis 14 Jahre

Website: jobmessen.de/berlin

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